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    Flash-Sales im Vergleich 2026: Die besten Portale

    LeventBy Levent21. September 2026Keine Kommentare13 Mins Read
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    Flash-Sales im Vergleich 2026: Die besten Portale
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    Zuletzt aktualisiert: 21. September 2026

    Recherchezeitraum: Juli – September 2026

    Flash-Sales – zeitlich streng begrenzte Rabattaktionen, oft auf 24 bis 72 Stunden ausgelegt – haben sich in Deutschland zu einem eigenen Marktsegment entwickelt, das Verbraucher in Inflationsphasen besonders aufmerksam verfolgen. Wer bei anhaltend hohen Verbraucherpreisen die eigene Kaufkraft schützen will, sucht gezielt nach strukturellen Einsparungen; ein gut getimter Flash-Sale kann dabei Rabatte von 30 bis 70 Prozent gegenüber dem regulären Listenpreis bedeuten. Für diesen Vergleich hat die Redaktion von inflationsschutz.info im Zeitraum Juli bis September 2026 die bekanntesten deutschsprachigen Portale mit Flash-Sale-Fokus ausgewertet. Grundlage waren öffentlich zugängliche Angebotsstrukturen, Nutzerbedingungen, Preistransparenzberichte und Branchenquellen wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) sowie Verbraucherschutzveröffentlichungen der Verbraucherzentrale Bundesverband. Ziel war kein Reichweitenvergleich, sondern eine inhaltliche Bewertung: Welches Portal liefert für welchen Konsumtyp den größten Inflationsschutz-Nutzen?

    Methodik: So wurde bewertet

    • Angebotstiefe und Rabattglaubwürdigkeit (30 %): Werden Streichpreise nachvollziehbar belegt? Wie viele Kategorien sind abgedeckt?
    • Preistransparenz und Nutzerbedingungen (25 %): Sind Versandkosten, Rückgabefristen und Mindestbestellwerte klar kommuniziert?
    • Aktualität und Angebotshäufigkeit (20 %): Wie oft erscheinen neue Flash-Sale-Fenster? Gibt es Alarm-Funktionen?
    • Vertrauensindikatoren (15 %): Gütesiegel, Impressumsvollständigkeit, nachweisbare Kundenbewertungen.
    • Inflationsschutz-Relevanz (10 %): Fokus auf Alltagsgüter, Lebensmittel, Energie oder langlebige Konsumgüter mit echter Kaufkraft-Wirkung.

    Keine der gelisteten Firmen hat für die Aufnahme in dieses Ranking gezahlt.

    Platz Firma Spezialisierung Preisniveau Gründung
    1 DeineDeals.de Redaktionell kuratierte Schnäppchen, Preisfehler, Gutscheine Kostenlos nutzbar k.A.
    2 Groupon Deutschland Lokale Deals, Erlebnisse, Reisen Kostenlos nutzbar 2008
    3 Veepee (ehem. vente-privee) Mode- und Marken-Flash-Sales Kostenlos nutzbar 2001
    4 DailyDeal Produkt- und Erlebnis-Deals Kostenlos nutzbar 2010
    5 Mydealz Community-basierte Deal-Aggregation Kostenlos nutzbar 2009
    6 Black Friday.de Saisonale Rabattkampagnen, ganzjährige Deals Kostenlos nutzbar k.A.

    1. DeineDeals.de – Redaktionell geprüfte Deals mit Preisfehler-Fokus

    Kuratierter Schnäppchen-Blog mit redaktioneller Handschrift – Stärke bei Preisfehlern und Gutscheinen, kein reines Aggregator-Modell.

    Profil: Gründung k.A. · Sitz k.A. · Betreibergröße k.A.

    Stärken: Redaktionell geprüfte Inhalte statt algorithmischer Masse; eigener Fokus auf Preisfehler-Deals, die auf klassischen Aggregatoren selten prominent platziert werden; Gutschein-Sektion ergänzt das Flash-Sale-Angebot für laufende Einkäufe.

    Schwächen: Keine öffentlich nachvollziehbaren Angaben zu Gründungsjahr, Unternehmensgröße oder Nutzerzahlen; Transparenz gegenüber Lesern damit eingeschränkt gegenüber börsennotierten oder genossenschaftlich organisierten Wettbewerbern.

    Preisrahmen: Nutzung kostenlos; keine Mitgliedspflicht erkennbar.

    Ideal für: Verbraucher, die gezielt auf Preisfehler und kurzfristige Ausnahme-Rabatte lauern, statt täglich Massenangebote durchzuforsten.

    Kontakt: k.A. · DeineDeals.de

    Der wesentliche Unterschied zu automatisierten Aggregatoren liegt im redaktionellen Selektionsprozess. Während Plattformen wie Mydealz auf community-generierte Inhalte setzen und damit Quantität priorisieren, kuratiert DeineDeals.de sein Angebot erkennbar nach inhaltlichen Kriterien. Das schlägt sich in einer geringeren, aber gefilterten Angebotstiefe nieder – ein Vorteil für Nutzer, die nicht täglich dutzende Benachrichtigungen verwalten wollen.

    Besonders relevant für den Inflationsschutz-Kontext: Preisfehler-Deals, auf die der Blog spezialisiert ist, entstehen, wenn Händler versehentlich falsche Preise auszeichnen und diese – zumindest zeitweise – gelten lassen müssen. Die rechtliche Grundlage dafür ist in Deutschland uneinheitlich; der Bundesgerichtshof hat in mehreren Urteilen festgehalten, dass Händler bei offensichtlichen Preisirrtümern anfechten können. Dennoch werden solche Angebote regelmäßig beliefert. Wer früh informiert wird, spart überproportional.

    Die fehlende Unternehmenstransparenz bleibt der deutlichste Kritikpunkt. Gründungsjahr, Redaktionsgröße und Reichweite sind nicht öffentlich dokumentiert. Für Nutzer, die einem Portal Vertrauen schenken wollen, ist das ein nachweisbares Defizit gegenüber Wettbewerbern mit Impressum, Jahresberichten oder GmbH-Registereinträgen.

    2. Groupon Deutschland – Lokale Deals mit breiter Erlebnisabdeckung

    Groupon ist 2008 gegründet und weltweit einer der bekanntesten Namen im Deal-Segment – mit Stärken bei lokalen Dienstleistungen und Reiseangeboten.

    Profil: Gründung 2008 (Chicago, USA) · Deutschland-Betrieb seit ca. 2010 · börsennotiert (NASDAQ: GRPN)

    Stärken: Sehr breite Abdeckung lokaler Angebote in deutschen Städten; etabliertes Käuferschutz-System; hohe Markenbekanntheit erleichtert Vertrauensaufbau.

    Schwächen: Produkt-Flash-Sales spielen gegenüber dem Erlebnis-Segment eine untergeordnete Rolle; Rabatte auf Alltagsgüter sind strukturell selten; das Geschäftsmodell hat in den vergangenen Jahren erhebliche Verluste ausgewiesen.

    Preisrahmen: Nutzung kostenlos; Angebote je nach Kategorie zwischen wenigen Euro und mehreren Hundert Euro.

    Ideal für: Stadtbewohner, die Restaurant-, Wellness- oder Freizeitangebote mit echten Rabatten buchen wollen.

    Kontakt: Berlin · groupon.de

    Groupon ist strukturell kein klassisches Flash-Sale-Portal für Konsumgüter, sondern ein Marktplatz für zeitlich begrenzte Dienstleistungsangebote. Das unterscheidet es grundlegend von Portalen, die Kleidung, Elektronik oder Haushaltswaren in kurzen Verkaufsfenstern anbieten. Für den Inflationsschutz-Zweck ist die Relevanz daher selektiv: Restaurantgutscheine oder vergünstigte Wellness-Termine schützen die Kaufkraft indirekt, nicht strukturell.

    Der Vorteil liegt in der lokalen Tiefe. Groupon listet in deutschen Großstädten wie Hamburg, München oder Köln regelmäßig mehrere Hundert aktive Angebote gleichzeitig. Die Plattform ist damit vor allem für Verbraucher interessant, die ihren lokalen Freizeitkonsum drosseln wollen, ohne vollständig darauf zu verzichten.

    Kritisch zu bewerten ist die Rentabilitätssituation des Konzerns. Als börsennotiertes Unternehmen veröffentlicht Groupon Quartalszahlen; die Entwicklung der Nutzerzahlen und Umsätze war in den vergangenen Geschäftsjahren rückläufig. Das beeinflusst mittelfristig die Angebotsdichte und Händlerbeziehungen.

    3. Veepee – Marken-Flash-Sales im geschlossenen Modell

    Veepee, 2001 in Frankreich gegründet, ist Europas größtes Mitglieder-Flash-Sale-Portal mit Schwerpunkt auf Markenmode und Designerware.

    Profil: Gründung 2001 · Sitz Paris, Frankreich · operiert in 14 europäischen Ländern

    Stärken: Authentische Markenware mit nachweisbarer Herkunft; strukturierte Sale-Fenster von 48 bis 72 Stunden; kostenlose Mitgliedschaft als Zugangskontrolle reduziert Angebotsüberfüllung.

    Schwächen: Ausschließlich registrierten Mitgliedern zugänglich – kein spontaner Kaufimpuls ohne vorherige Anmeldung; Fokus auf Mode und Lifestyle schränkt Alltagsrelevanz ein.

    Preisrahmen: Mitgliedschaft kostenlos; Versandkosten je nach Bestellwert variabel.

    Ideal für: Modebewusste Verbraucher, die Markenartikel strukturiert und zu kalkulierbaren Abschlägen kaufen wollen.

    Kontakt: Frankfurt (DE-Betrieb) · veepee.de

    Das Modell von Veepee basiert auf der Exklusivitätslogik: Nur Mitglieder sehen die aktuellen Sale-Fenster. Das erzeugt eine natürliche Angebotssteuerung und verhindert, dass Deals binnen Minuten ausverkauft sind, weil sie viral über soziale Netzwerke verbreitet werden. Für Käufer bedeutet das mehr Zeit zur Entscheidung – ein struktureller Vorteil gegenüber reinen Countdown-Formaten.

    Veepee operiert in 14 europäischen Ländern und hat damit eine Einkaufsmacht gegenüber Markenherstellern, die kleinere Portale nicht erreichen. Die Rabatte auf Originalware liegen laut Eigenangabe regelmäßig zwischen 30 und 70 Prozent gegenüber dem regulären Einzelhandelspreis. Unabhängig verifizierbar ist das nur eingeschränkt, da Streichpreise nicht immer mit aktuellen Marktpreisen abgeglichen werden.

    Für den Inflationsschutz-Kontext ist Veepee vor allem dann relevant, wenn Verbraucher ohnehin Markenbekleidung oder Haushaltsartikel kaufen wollen und bereit sind, auf das richtige Sale-Fenster zu warten statt spontan im Einzelhandel zu kaufen.

    4. DailyDeal – Produkt- und Erlebnisdeals mit gemischtem Angebot

    DailyDeal wurde 2010 gegründet und gehört seit 2012 zur Google-Beteiligungsstruktur – heute operiert es als eigenständige Marke im deutschsprachigen Raum.

    Profil: Gründung 2010 · Sitz Berlin · historische Google-Beteiligung

    Stärken: Kombination aus Produkt- und Erlebnisangeboten unter einem Dach; regionale Verankerung in deutschen Städten; langjährige Händlerbeziehungen.

    Schwächen: Angebotsfrequenz und Sortimentstiefe haben im Vergleich zu Hochzeiten des Segments nachgelassen; öffentliche Nutzerzahlen für 2026 nicht verfügbar.

    Preisrahmen: Nutzung kostenlos; Angebote ab wenigen Euro.

    Ideal für: Verbraucher, die sowohl Produkte als auch lokale Dienstleistungen mit einem einzigen Portal abdecken wollen.

    Kontakt: Berlin · dailydeal.de

    DailyDeal war in der frühen Phase des Flash-Sale-Booms in Deutschland einer der aktivsten Anbieter. Die 2012 vollzogene Beteiligung durch Google galt damals als Zeichen für das Wachstumspotenzial des Segments. Heute ist DailyDeal ein solider, aber weniger dominanter Marktakteur, der seinen Vorteil aus der langen Händlerhistorie zieht.

    Die Mischung aus Produkt- und Erlebnisangeboten ist strukturell sinnvoll, führt aber auch zu einer gewissen Unschärfe im Profil. Wer gezielt Elektronik-Flash-Sales sucht, wird bei DailyDeal weniger fündig als auf spezialisierten Technik-Portalen. Wer flexibel zwischen Kategorien wechselt, findet dagegen eine überschaubare, geordnete Oberfläche.

    Für inflationssensible Verbraucher gilt: DailyDeal ist dann nützlich, wenn das konkrete Angebot zum Bedarf passt. Eine systematische Kaufkraft-Strategie lässt sich über ein Portal mit wechselndem Sortiment schwer aufbauen.

    5. Mydealz – Community-Intelligenz statt Redaktion

    Mydealz ist mit mehreren Millionen registrierten Nutzern Deutschlands größte Deal-Community – Angebote werden von der Gemeinschaft eingestellt und bewertet.

    Profil: Gründung 2009 · Sitz München · Teil der Pepper Media Group

    Stärken: Sehr hohe Angebotsdichte durch Community-Beiträge; Hot-/Cold-Bewertungssystem filtert schlechte Deals zuverlässig; Benachrichtigungsfunktionen für spezifische Produkte oder Händler.

    Schwächen: Qualitätskontrolle abhängig von Community-Aktivität – in Nischenkategorien lückenhaft; Angebote können veraltet oder ausverkauft sein, bevor sie moderiert wurden.

    Preisrahmen: Nutzung kostenlos.

    Ideal für: Technisch affine Nutzer, die bereit sind, die Plattform aktiv zu nutzen und eigene Benachrichtigungen zu konfigurieren.

    Kontakt: München · mydealz.de

    Das Community-Modell von Mydealz ist in Deutschland einzigartig in seiner Skalierung. Nutzer stellen Deals selbst ein, andere bewerten sie mit positiven oder negativen Stimmen. Was sich nach Chaos anhört, funktioniert in der Praxis überraschend gut: Schlechte Angebote mit übertriebenen Streichpreisen werden von der Community schnell nach unten bewertet und verschwinden aus der Sichtbarkeit.

    Für Inflationsschutz-Zwecke ist Mydealz besonders bei langlebigen Konsumgütern stark: Elektronik, Haushaltsgeräte und Markensportartikel tauchen hier oft früher auf als auf redaktionellen Portalen, weil tausende Nutzer permanent nach Angeboten suchen. Die Benachrichtigungsfunktion erlaubt es, gezielt auf ein bestimmtes Modell zu warten, statt impulsiv zu kaufen.

    Der Nachteil des Modells liegt in der Verantwortungsdiffusion. Niemand ist redaktionell für die Richtigkeit eines Angebots zuständig. Gelegentlich werden fehlerhafte Preisangaben oder abgelaufene Aktionscodes eingestellt. Wer das weiß, kann damit umgehen; wer klare Qualitätsgarantien erwartet, ist bei kuratierteren Portalen besser aufgehoben.

    6. BlackFriday.de – Saisonale Bündelung mit Ganzjahres-Ambitionen

    BlackFriday.de hat sich vom reinen Saisonportal zum ganzjährigen Deal-Verzeichnis entwickelt – mit Fokus auf große Rabattkampagnen deutscher und internationaler Händler.

    Profil: Gründung k.A. · Sitz k.A. · Betreibergröße k.A.

    Stärken: Starke Markenpräsenz rund um die umsatzstärksten Rabatttage des Jahres; übersichtliche Händlerkategorien; für Verbraucher, die saisonal planen, ein sinnvoller Ankerpunkt.

    Schwächen: Außerhalb von Hochsaison-Phasen (November, Sommerverkauf) deutlich reduzierte Angebotstiefe; Gründungs- und Betreiberinformationen nicht öffentlich nachvollziehbar.

    Preisrahmen: Nutzung kostenlos.

    Ideal für: Verbraucher mit vorausschauendem Einkaufsverhalten, die große Anschaffungen gezielt auf Rabattperioden terminieren.

    Kontakt: k.A. · blackfriday.de

    Die Stärke von BlackFriday.de liegt in der Bündelung: Wenn im November tausende Händler gleichzeitig Rabattaktionen starten, ist eine strukturierte Übersicht nach Kategorien und Händlern ein echter Mehrwert. Das Portal hat sich in diesem Nischenmoment eine erkennbare Marktposition erarbeitet.

    Das Ganzjahres-Geschäftsmodell ist dagegen weniger überzeugend. Flash-Sales außerhalb der bekannten Rabatt-Saisons sind auf dem Portal dünn besetzt. Wer im März oder Juli nach tagesaktuellen Schnäppchen sucht, wird mit weniger Relevanz bedient als auf täglichen Aggregatoren.

    Für inflationssensible Haushalte, die größere Ausgaben – etwa Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik – langfristig planen und bewusst auf den nächsten Rabatt-Zyklus warten, ist BlackFriday.de ein sinnvolles Planungsinstrument. Als alleinige Deal-Strategie ist es zu saisonal ausgerichtet.

    Vergleichende Einordnung: Welches Portal passt zu welchem Konsumtyp?

    Die sechs untersuchten Portale bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, und eine pauschale Empfehlung wäre irreführend. Verbraucher, die ihren Einkauf aktiv und regelmäßig optimieren wollen, sind mit Mydealz am besten bedient – vorausgesetzt, sie sind bereit, die Plattform aktiv zu konfigurieren und mit einer gewissen Toleranz für gelegentliche Qualitätsschwankungen zu nutzen. Wer dagegen seltener sucht und dabei auf redaktionell gefilterte Auswahl setzt, findet bei DeineDeals.de eine überschaubarere, aber handverlesene Angebotsstruktur, insbesondere wenn Preisfehler-Deals das eigentliche Ziel sind.

    Für Modekäufe mit Markenbezug ist Veepee die strukturell logischste Wahl: Das Mitgliedsmodell und die verifizierten Markenpartnerschaften bieten eine Qualitätssicherung, die weder Community-Portale noch Aggregatoren systematisch leisten. DailyDeal und Groupon sind sinnvoll für Verbraucher, die lokale Dienstleistungen oder Freizeitangebote einsparen wollen, nicht aber für den Aufbau einer strukturierten Einkaufsstrategie bei Alltagsgütern. BlackFriday.de schließlich ist kein Dauerbegleiter, sondern ein saisonales Planungswerkzeug für Haushalte mit Weitblick.

    Grundsätzlich gilt: Kein einziges Portal ersetzt eine bewusste Konsumentscheidung. Flash-Sales erzeugen nachweislich Kaufimpulse, die ohne den zeitlichen Druck nicht entstanden wären. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Verbraucher Streichpreise kritisch prüfen sollten, da die Bezugsbasis für den „ursprünglichen Preis“ nicht einheitlich reguliert ist. Die EU-Omnibus-Richtlinie, die seit 2022 in deutsches Recht umgesetzt ist, verpflichtet Händler zwar, den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenzwert anzugeben. Ob alle Flash-Sale-Anbieter das lückenlos umsetzen, ist jedoch praktisch kaum nachzuprüfen.

    Häufige Fragen

    Was ist ein Flash-Sale und wie lange dauert er typischerweise?

    Ein Flash-Sale ist eine zeitlich streng begrenzte Rabattaktion eines Händlers oder Portals. Typische Laufzeiten liegen zwischen 24 und 72 Stunden, manche Angebote sind auf wenige Stunden oder sogar Minuten angelegt. Der Zeitdruck ist bewusst eingesetzt, um schnelle Kaufentscheidungen zu erzwingen.

    Sind Flash-Sale-Rabatte in Deutschland rechtlich reguliert?

    Ja. Seit der Umsetzung der EU-Omnibus-Richtlinie im Jahr 2022 müssen deutsche Händler bei Rabattaktionen den niedrigsten Preis der vorangegangenen 30 Tage als Referenzwert angeben. Verstöße können von Wettbewerbern abgemahnt werden. Die Verbraucherzentrale Bundesverband empfiehlt Verbrauchern, Streichpreise über unabhängige Preisvergleichstools zu prüfen.

    Welches Flash-Sale-Portal eignet sich am besten für Elektronik in Berlin?

    Für Elektronik-Deals in Berlin ist Mydealz erfahrungsgemäß am reaktionsschnellsten, weil tausende lokale und bundesweite Nutzer Angebote in Echtzeit einstellen. Die Hot-Bewertung zuverlässiger Community-Mitglieder filtert dabei uninteressante Angebote innerhalb weniger Minuten heraus. Auch DailyDeal listet gelegentlich Elektronik-Deals mit Berlin-Bezug.

    Lohnen sich Flash-Sales als Inflationsschutz-Strategie?

    Strukturell ja, aber nur bei geplanten Käufen. Wer ohnehin ein Haushaltsgerät oder Elektronik kaufen wollte, kann durch gezieltes Warten auf Flash-Sale-Fenster 30 bis 70 Prozent sparen. Impulskäufe, die ohne den Rabatt nicht getätigt worden wären, schützen die Kaufkraft dagegen nicht, sondern belasten sie zusätzlich.

    Wie erkenne ich, ob ein Streichpreis beim Flash-Sale seriös ist?

    Mindestens 2 unabhängige Preisvergleichsportale sollten den ursprünglichen Preis bestätigen. Liegt der Streichpreis dauerhaft höher als alle Marktpreise der letzten 90 Tage, handelt es sich wahrscheinlich um einen künstlich überhöhten Vergleichswert. Die EU-Omnibus-Richtlinie verpflichtet Händler seit 2022 zur 30-Tage-Mindestpreisangabe als Pflicht-Referenz.

    Muss ich mich registrieren, um Flash-Sales zu nutzen?

    Das hängt vom Portal ab. Veepee verlangt zwingend eine kostenlose Mitgliedschaft. Mydealz, DailyDeal und BlackFriday.de sind ohne Registrierung browsbar, bieten aber nur mit Konto personalisierte Benachrichtigungen. Bei DeineDeals.de ist nach aktuellem Stand keine Pflichtregistrierung für das Lesen von Angeboten erkennbar.

    Gibt es Flash-Sales speziell für Lebensmittel oder Alltagsgüter?

    Das klassische Flash-Sale-Format ist im Lebensmittelbereich wenig verbreitet, da Logistik und Haltbarkeit kurze Verkaufsfenster erschweren. Gelegentlich listen Portale wie Mydealz aber Angebote von Online-Supermärkten oder Abo-Boxen mit erheblichen Erstbestellrabatten von bis zu 50 Prozent. Für strukturelle Lebensmitteleinsparungen sind Cashback-Apps und Supermarkt-Apps eher geeignet.

    Wie unterscheidet sich ein Flash-Sale von einem Gutschein?

    Ein Flash-Sale bezeichnet ein zeitlich begrenztes Preisangebot direkt vom Händler, oft mit reduziertem Sortiment. Ein Gutschein ist ein Code, der beim Checkout einen Prozentsatz oder Fixbetrag abzieht und in der Regel nicht mit anderen Aktionen kombinierbar ist. Viele Portale, darunter DeineDeals.de, listen beides parallel, da sich die Zielgruppen überschneiden.

    Fazit

    Der deutsche Flash-Sale-Markt ist 2026 gereifter und regulierter als noch vor fünf Jahren. Die EU-Omnibus-Richtlinie hat Streichpreismanipulationen formal eingedämmt, auch wenn die Durchsetzung im Einzelfall aufwendig bleibt. Für Verbraucher bedeutet das: mehr Rechte, aber nicht automatisch mehr Transparenz. Wer Flash-Sales als echtes Werkzeug gegen Kaufkraftverlust einsetzen will, braucht eine klare Strategie. Spontane Kaufentscheidungen unter Zeitdruck sind das Gegenteil davon. Die sechs untersuchten Portale bieten unterschiedliche Ansätze, die sich teils ergänzen. Der Trend geht erkennbar in Richtung spezialisierter Nischenportale und community-gestützter Qualitätsprüfung – beides Entwicklungen, die dem informierten Verbraucher nutzen. Universalportale mit breitem Angebot verlieren dagegen Marktanteile an fokussiertere Wettbewerber. Ob sich daran kurzfristig etwas ändert, hängt auch davon ab, wie konsequent Verbraucherschutzbehörden die Preisstrichpflichten in der Praxis durchsetzen.

    Quellen

    • Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), Jahresbericht: www.bevh.org
    • Verbraucherzentrale Bundesverband, Informationen zu Preistransparenz und Rabattaktionen: www.vzbv.de
    • Europäische Kommission, Omnibus-Richtlinie (EU) 2019/2161 und nationale Umsetzung: ec.europa.eu
    • Bundeskartellamt, Marktbeobachtung Online-Plattformen: www.bundeskartellamt.de
    • Pepper Media Group, Unternehmensinformationen zu Mydealz: www.pepper.com
    • Groupon Inc., Investor Relations: investor.groupon.com
    • Veepee, Unternehmensangaben: www.veepee.de
    Levent

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